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Reiseroute
Reisebericht:
Um die Welt
in 80 Tagen - ein zeitloses Abenteuer. 3
Steirer auf den Spuren eines alten
Mythos.
Juli
2001 - Graz ist heiß und stickig.
Wer nicht im Urlaub ist arbeitet,
insbesondere die Studenten, die sich ihr
Taschengeld für das Studienjahr mit
Sommerjobs verdienen. Davon völlig
unberührt geben sich hingegen 3 ihrer
Studienkollegen - und gehen auf
Weltreise:
Der
Kindheitstraum "In 80 Tagen um die Welt"
bedurfte keiner Generalstabsplanung, die
Sache war schnell vorbereitet - eine
Weltkarte, eine Kreditkarte, Impfungen und
ein Taschenmesser. Das sei dann auch schon
alles was man braucht. Und eine Portion
Mut - denn was vielleicht wie ein
Spaziergang aussieht, ist in Wirklichkeit
eine Reise voll mit Abenteuern und
Gefahren. Was als Schnapsidee begann wurde
plötzlich Wirklichkeit.
Von
Graz aus ging es am 1. Juli mit dem Zug
nach Hamburg, dann weiter nach New York.
Eigentlich wollten wir ohne Flugzeug
auskommen und mit dem Schiff über den
Atlantik fahren. Das war aber zeitlich
nicht möglich und hätte nur
Probleme bei der Einreise in die USA
gebracht. Ab New York ging es über
eine beschwerliche Reise mit dem Bus quer
durch die USA. Weiter nach China - zu den
faszinierenden Tempeln der Shaolin, in die
Hauptstadt Peking und die Verbotene Stadt.
Nach Indien kamen wir nicht weiter -
einmal schwemmte uns ein Monsun vor der
Nase die Straße weg, dann war es aus
politischen Gründen nicht
möglich, über Birma nach Indien
einzureisen. So entschlossen wir uns
nördlich über die Mongolei
durchzuschlagen.
Im
Vergleich zu China war die Mongolei
spannend - die Wüste Gobi mit all
ihren Gefahren und herrlichen
Landschaftskontrasten war wohl der
Höhepunkt der Reise. Die Zeit
drängte, weiter dann zum
unangenehmsten Teil der Reise - mit der
Transsibirischen Eisenbahn in 4
unvorstellbar langen Tagen und
Nächten nach Moskau. Wie man das
überlebt? Der Speisewagen war die
Rettung. Der ganze Zug ein einziger
Schwarzmarkt: bestochene Zöllner, und
das Zugpersonal sah weg, während die
mitreisenden Mongolen ihre Geschäfte
zum Teil im Zug oder direkt auf die
Bahnsteige hinaus betrieben.
In
Moskau kam dann die böse
Überraschung. Eine gewöhnliche
Polizeikontrolle endete damit, daß
unsere Ausrüstung, Kreditkarten,
Geld, Reisepässe in den Händen
der korrupten Polizisten landete. Nach
Stunden im Polizeiquartier bekamen wir
unsere Sachen zurück - bis auf das
Geld, eine Kreditkarte und die
Taschenmesser!
Über
Helsinki nach Deutschland, mit dem Zug
nach Berlin, dann nach Prag und Iglau,
Wien und dann (endlich wieder) Graz. Und
vorbei waren da auch schon die 80
Tage.
Eine
Wette hätten wir gewonnen, denn nach
genau 80 Tagen (!) kehrten wir zu unserem
Ausgangspunkt, einem Würstelstand in
Graz (siehe Photo), zurück;
jedenfalls ging ein Traum in
Erfüllung!
Und
das nächste Buch von Jules Verne
wartet schon auf seine Umsetzung: "Eine
Reise zum Mittelpunkt der Erde"... aber
das ist wohl eine andere Geschichte!
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