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Stellen
Sie sich eine kleine Insel voller
Gegensätze und Vielfalt vor... mit
einer Flora und Fauna die einem Paradies
gleicht: Réunion, eine kleine Insel
im indischen Ozen zwischen Mauritius und
Madagaskar. Mit dem aktivsten Vulkan des
indischen Ozeans (einer der aktivsten der
Welt), überwältigenden Bergen
bis über 3000 m, Urwälder,
Steppen, einladenden Stränden,
Palmenwälder, Wüstenlandstriche,
Mondlandschaften,... Aber auch kulturell
ist es auf Réunion pluripotent:
denn eine geschichtlich mannigfaltige
Besiedelung verschiedenster Völker
und Rassen spiegelt sich wieder:
Europäer, Chinesen, Inder,
Schwarzafrikaner... Wenn vom Minorett zum
Gebet aufgerufen wird, chinesische
Geschäfte zum Kaufen einladen,
französischer Wein zu indisch
gewürzten chinesischen Speisen
serviert wird, wenn indische Märkte
mit schwarzafrikanischen
Kunstschätzen aufwarten, ja dann ist
man wohl auf einem Ort der seines Gleichen
sucht. Wenn man diese Vielfalt erst
verkraften muß dann am Besten mit
den freundlichen und hilsbereiten Kreolen,
die es (noch) wissen familäre und
fröhliche Einladungen zu gestalten.
Aber das
anscheinende Paradies hat seine
Schattenseiten: Arbeitslosigkeit,
Alkoholismus, Drogenkonsum,
Diebstähle, Familientragiken, hohe
Analphabetenrate, usw. Der immense
Fortschritt wurde nicht verkraftet; vor 30
Jahren (!) gab es weder Strom, Schulen,
Straßen noch eine medizinische
Versorgung. Durch die Änderung des
Status zu einem DOM,
Überseedepartment von Frankreich,
änderte sich auch rasant die
Lebensweise der Kreolen: Autos,
Autobahnen, übrigens die teuerste der
Welt (!), Krankenhäuser, gigantische
Einkaufszentren nach westlichem Vorbild,
Satellitenschüsseln, Mobiltelefone,
etc. Anscheinend
muß es immer eine zweite Seite
geben...
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